Über Tatubola

Herzlich Willkommen auf Tatubola

Die Ausrichtung: Tatubola ist ein Blog über die portugiesischsprachigen Länder. Neun Länder und zwei Städte haben Portugiesisch als Amtssprache. Diese weit verstreuten Orte haben viel gemeinsam und sind doch völlig unterschiedlich. Tatubola stellt Sprache, Kultur, Reiseziele und kulianarische Spezialitäten vor.

Der Anspruch: Persönliche Reisegeschichten, eigene Fotos, Kreativität und viel Freude an dem Thema „Portugiesischsprachige Länder“ zeichnen die Artikel bei Tatubola aus. Diese werden sorgfältig recherchiert, nach journalistischen Grundsätzen verfasst und verbreitet. Der Blog ist ein zeitintensives Hobby und wird ohne kommerzielle Hintergedanken und frei von Werbung geführt.

Die Zielgruppe: Tatubola richtet sich an alle, die Interesse an der portugiesischsprachigen Welt haben und mehr über Angola, Mosambik, Osttimor und Sao Tomé e Prinicipe erfahren wollen. Tatubola ist für alle da, die Neues entdecken wollen, fernab von Samba und Pastel de Nata. Kommt mit und reist mit Tatubola durch ferne Länder oder entdeckt mit Tatubola die portugiesische Welt vor der Haustür – in Europa.

Gründung: Oktober 2012

Redaktion

Miriam Eckert arbeitet als freie Journalistin und Online-Redakteurin. Nach dem Studium der Kulturwirtschaft an der Universität Passau und der Universidad del Salvador in Buenos Aires, absolvierte sie ein Volontariat bei der Passauer Neuen Presse und lebt nun in Zürich.

Reisen und Arbeit haben sie durch Lateinamerika, das südliche Afrika und Asien geführt. In die portugiesischsprachigen Länder, insbesondere nach Mosambik, kehrte sie immer wieder zurück. Dort arbeitete sie bei den UN-Millenniumsdörfern, initiierte als ASA-Stipendiatin ein Street-Art-Projekt und unterstützte den Aufbau einer Kulturgruppe in dem Männergefängnis von Nampula.

Weltsprache Portugiesisch

Etwa 240 Millionen Menschen weltweit sprechen Portugiesisch. In neun Ländern und zwei Städten ist die Weltsprache Portugiesisch zu einem wichtigen Teil der Kultur geworden.

In den Ländern Angola, Brasilien, Mosambik, Portugal und São Tomé und Príncipe ist Portugiesisch die einzige offizielle Amtssprache.

In anderen Ländern wird das Portugiesisch als offizielle Sprache durch eine weitere ergänzt: so in in Osttimor mit der Sprache Tetum, in Macao mit Chinesisch und seit 2007 auch in Äquatorialguinea – dort gibt es mittlerweile drei offizielle Sprachen: Portugiesisch, Französisch und Spanisch.

Auf den Kapverden und in Guinea-Bissau ist Portugiesisch ebenfalls die einzige offizielle Sprache. Aber in Westafrika hat sie für die Bevölkerung keine so große Bedeutung wie das Kreol.

Portugiesisch ist aber auch in Ländern eine beliebte Verkehrssprache geworden, wo man es nicht vermuten würde: in Andorra, in Luxemburg, in Namibia und Südafrika – häufig bedingt durch die starke Zuwanderung aus den portugiesischsprachigen Ländern. Sogar in der Schweiz wird bedingt durch die Einwanderer immer mehr Portugiesisch gesprochen – in der Stadt Freiburg ist sie bereits nach Franzöisch und Deutsch die meistgesprochene Sprache.

Was ist ein Tatubola?

So bewegt sich ein Tatubola.

Tatubolas. wie die Gürteltiere in Brasilien genannt werden, rollen sich bei Gefahr wie ein Igel zusammen. ©acaatinga.org.br


Das Gürteltier hat viele Namen und ist in ebenso vielen Ländern zu Hause. Vor allem in Amerika und Afrika. In Savannen, Halbwüsten und Steppen sucht es in der Nacht Ameisen und Insekten. Die Riesengürteltiere mit ihren bis zu 15 Zentimeter langen Krallen fressen auch Mäuse und Eidechsen. Das Schuppentier schützt sich mit einem dicken Panzer, der seine gesamte Körperoberfläche bedeckt. Doch die starren Knochenplatten, die nur ein Jaguar zu knacken vermag, sind erstaulich flexibel. Bei Gefahr dreht sich das Gürteltier blitzschnell zu einem Ball zusammen.

Trotz seines schweren Körpers, ist das Tier auch ein guter Schwimmer – es braucht nur genügend Luft im Bauch, um nicht unterzugehen. Das Gürteltier ist ein ganz besonderer Lebenskünstler und bewohnt seit gut 66 Millionen Jahren die Erde. Zugleich ist es aber auch in seiner Existenz bedroht. Die Jagd auf seinen Panzer und der Verlust von Lebensraum hat das Tier in einigen Regionen fast ausgerottet. Seit Jahren steht das Gürteltier auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen, die die Weltnaturschutzunion IUCN.

Tatubola in Brasilien

So sieht das Maskottchen der COPA MUNDIAL 2014 in Brasilien aus: Tatu-Bola.

So sieht das Maskottchen der COPA MUNDIAL 2014 in Brasilien aus: Tatubola.

Bei Gefahr dreht sich das “Tatu” zu einem Ball, einer “Bola”, zusammen – Grund genug für die Fifa das Gürteltier zum Maskottchen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu ernennen. Drei Namen standen zur Auswahl: Amijubi, Fuleco und Zuzeco. Aber den Braslianern gefiel keiner der drei Vorschläge. Fuleco bedeutet schließlich im umgangssprachlichen Portugiesisch auch “Arsch”. Deshalb sollte das Maskottchen besser seinen volkstümlichen Namen “Tatubola” behalten, darin sind sich viele Brasilianer einig.

Armadillo in Lateinamerika und den USA

Über 20 Arten, der auf Spanisch und Englisch “Armadillos” genannten Gürteltiere, leben auf dem amerikanischen Kontinent. Der Name bedeutet “die kleinen Gepanzerten”. Wegen ihres gutschmeckenden Fleisches wurden sie lange Zeit gejagd und stark dezimiert. Die Panzer der Tiere wurden zudem als Körbe verkauft. In Peru und Bolivien werden auch „Charangos“, Zupfinstrumente, aus ihnen hergestellt. Der Export ist jedoch verboten worden. In Amerika ist das Gürteltier seit einigen Jahren wieder auf dem Vormarsch. Es wird als Heimtier gehalten, zur Schädlingsbekämpfung angesiedelt oder hilft bei der Erforschung von Impfstoffen, insbesondere gegen Lepra.

Pangolin in Mosambik

Nach einem in Mosambik verbreiteten Glauben lebt der Pangolin, auch Halakavum genannt, im Himmel und kommt zur Erde hinunter, um den Stammeshäuptlingen Nachrichten zu übermitteln. Zugleich ist das Schuppentier für viele Menschen Glücksbringer. Kein Wunder also, dass auch ein Busunternehmen, das durch das südliche Afrika fährt, “Pangolin” heißt.

Tatubola von Mahara

Die Künstlerin Mahara hat das Tatubola zu diesem Bild inspiriert. @ Mahara

Die Künstlerin Mahara wurde von dem Tatubola zu diesem Bild inspiriert. @ Mahara

„Mögen alle Gürteltiere glücklich sein“ – Dies ist der Wunsch der buddhistischen Künstlerin und Comicmalerin Mahara. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Die Geschichte des Tatubolas und die unterschiedlichen Bedeutungen, die das Tier in den verschiedenen Ländern und Regionen hat, haben Mahara zu diesem wunderbaren Logo für den Blog inspiriert. Vielen Dank für das Geschenk.

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