Am Flussufer des Guadiana zwischen Beja und Mértola kann man ungestört wandern.  © Miriam Eckert

Urlaub-Portugal
Der Zauber des Guadiana

Der Guadiana fließt durch Spanien und Portugal, immer wieder bildet er auch die Grenze zwischen den beiden Ländern. Auf einer Länge von 818 Kilometern prägt er die Landschaften und Orte an seinen Ufern. Durch das portugiesische Alentejo fließt der Guadiana in der Region der Stadt Beja, bevor er in den Parque Nacional de Guadiana in Richtung Mértola fließt.

Einer Legende nach sollten die Flussgeister der drei großen Ströme Portugals einen Wettlauf zum Atlantik bestreiten. Als Erster wachte der Guadiana auf und suchte sich das schönste und ebenste Flussbett gen Süden. Dann wachte der Tejo aus, der in Lissabon mündet und schließlich der Douro, der seinen Weg als Spätaufsteher durch den steinigen, bergigen Norden nach Porto suche musste.

„Da der Guadiana! Es ist der Guadiana, derselbe, der sich ihm in Juromenha so ungebändigt gezeigt und ihn dann verlassen hatte. Lieber Guadiana, herrlicher Guadiana, du Fluss, der du dem Paradies entspringst!“

Mit diesen Worten beschreibt José Saramago den Fluss, der seine Route auf der langen Portugiesischen Reise immer wieder kreuzt. Nach einem kühlen Bad unternimmt Saramago eine abenteuerliche Autofahrt im Nationalpark zum berühmten Ort Pulo do Lobo (Wolfssprung), einem tiefen Riss im Gestein, durch den sich das Wasser tosend seinen Weg sucht.

Zwischen Beja und Mértola mäandert der Guadiana ruhig durch die weite Ebene. Olivenbäume, Weinreben, Getreidefelder mit grünen alten Korkeichen prägen die Landschaft im Alentejo. Die Häuser der Dörfer sind weiß gekalkt und auf den Märkten wie in Quintos herrscht am Vormittag ein reges Treiben. Kulinarische Spezialitäten gibt es im Alentejo viele: Käse aus Serpa, Vinho Regional Alentejano, das alentejanische Schwarzschwein Porco Preto, Oliven, …

Die Wassermühlen am Guadiana

Am Ufer des Guadiana finden sich zwischen Serpa und den Beginn des Nationalparks einsame, verwunschene Orte für ein Picknick. Ein Feldweg führt am grünen Ufer entlang, Korkeichen spenden Schatten. Bei den alten Mühlen, die weit in den Fluss hineinragen, da fünf Mahlsteine nebeneinander betrieben werden konnten, bietet sich eine Rast an. Die Füße ins Wasser gesteckt und an die kühlen alten Steine angelehnt, kann man die sommerlichen Temperaturen im Alentejo genießen und die Fischer beim Angeln beobachten.

An dem Flussabschnitt erhebt sich wenig weiter eine Ruine in Form eines Schiffs. Hier wurde früher das Wegegeld, der Quintos, für die Flussüberquerung bezahlt. Nur bei der Furt, auf Portugiesisch  Vau, war es für Mensch und Tier gefahrlos möglich, das andere Ufer des breiten Stroms zu erreichen. Noch heute können an diesem Ort römische und andere historische Münzen entdeckt werden.

Unweit von der Furt, versteckt zwischen den Hügeln am Westufer des Guadiana, erhebt sich ein großes, weiß getünchtes Gebäude: die Herdade do Vau. Das Weingut verdankt seinen Namen der Furt. 30 Jahre war der Gutshof verlassen, das Anwesen verfiel. Bis Miguel Otto es zufällig bei einem Ausflug entdeckte und kaufte. Mit seiner Familie baute Otto, der gebürtig aus Porto kommt, das Gut zu einem Hotel und Weingut um.

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Wassermusik in Berlin an der Spree. Im Bild Segelboote in Bahía, Brasilien. © www.hkw.de

Festival-Berlin
Lusofonia: Sommer-Open-Air-Festival in Berlin

Für Abba begann 1974 mit ihrem Sieg beim Grand Prix d’Eurovision mit dem Song „Waterloo“ eine Weltkarriere. Der portugiesische Sänger Paulo de Carvalho musste sich beim selben Wettbewerb mit seinem Song „E depois do adeus“ zusammen mit der „Sommermelodie“ des deutschen Duos Cindy & Bert Platz 14 teilen. Dennoch löste er eine Revolution aus: „E depois do adeus“ wurde vom Sender Rádio Clube Português am Abend des 24. April 1974 als erstes Signal an die aufständischen Teile der portugiesischen Armee ausgestrahlt, wenige Stunden später folgte Zeca Afonsos „Grândola, vila morena“ – und die „Nelkenrevolution“ nahm ihren Verlauf. In der direkten Folge stürzten nicht nur die Diktaturen in Spanien und Griechenland, sondern Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, die Kapverdischen Inseln und São Tomé und Principe wurden aus der Kolonialherrschaft entlassen.

40 Jahre sind seitdem vergangen und WASSERMUSIK nimmt das zum Anlass zu schauen, welche Musik in der portugiesischsprachigen Welt heutzutage spielt. Ist es immer noch Brasilien, das den Ton angibt, oder haben Angola und Mosambik mittlerweile aufgeholt? Was ist aus dem musikalischen Boom auf den Kapverden geworden, den Cesária Évora auslöste? Und wie hat Portugal selbst den Zeitenwandel verarbeitet?

Die Verflechtungen der lusophonen Welt

Diese Fragen beantworten einerseits alte Legenden wie der portugiesische Singer/ Songwriter Fausto Bordalo Dias oder die Conjunto Angola 70, andererseits neue Namen wie Cabo Snoop aus Angola und Fachada aus Portugal, außerdem Weltstars wie der Brasilianer Lenine oder – zur Eröffnung – die Kapverdianerin Mayra Andrade.

Das diesjährige Wassermusik-Filmprogramm zeigt Musikfilme und Musikdokumentationen, die sich direkt auf die Bands oder den Musikstil der Konzerte beziehen, sowie Spielfilme, die den Verflechtungen der lusophonen Welt nachspüren.

Maya Andrade

Auf dem Hintergrund ihrer afrikanisch geprägten Geburtsinsel Santiago lässt die Sängerin Reggae, Son, Chanson, Bossa Nova und Flamenco Verbindungen mit den Rhythmen, Melodien und Geschichten der kapverdischen Inseln eingehen.

Fast jede kapverdische Sängerin muss sich an Cesária Évora messen lassen. Die erst 29-jährige Mayra Andrade schneidet dabei gut ab – nicht zuletzt weil sie niemals an die große kapverdische Diva erinnerte. Vielleicht liegt das auch an ihrer internationalen Kindheit, so ist die Weltläufigkeit ihrer Musik eingeschrieben: Reggae, Son, Chanson, Bossa Nova und Flamenco gehen Verbindungen mit den Rhythmen, Melodien und Geschichten der kapverdischen Inseln ein. Dabei hat jedes Eiland seinen eigenen Sound: Mayra Andrade, die von der – afrikanisch geprägten – Insel Santiago stammt, lässt diese reiche musikalische Landkarte auf internationalem Niveau erklingen und hat dabei mit Koryphäen wie Orlando Pantera, Idan Raichel, Benjamin Biolay oder dem Trio Mocotó zusammengearbeitet. Soeben erschien ihr viertes Album, das genau so heißt und klingt, wie ein Freund sie einmal nannte. „Lovely Difficult.

Lenine

Gemeinsam über den Ozean. Zum Programm „The Bridge“ hat sich der brasilianische Singer/Songwriter und Gitarrist Lenine, fünf Grammys und 30 Jahre Karriere, mit Bandleader Martin Fondse zusammengetan, der 2012 mit seinem Orchester den Dutch Edison Preis gewann. Zwei Brücken – die Maurício de Nassau Bridge in Recife, und die Amstelbrücke in Amsterdam – und der Song “A ponte” inspirierten das Programm des brasilianischen Singer/Songwriters, Gitarristen, Arrangeurs und Produzenten Lenine und des niederländischen Orchestermeisters Martin Fondse. Gemeinsam überspannen sie den Ozean. “A ponte” ist nur einer von über 500 aus dem Katalog des 1959 in Recife geborenen Lenine.

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Der Weißwein RISO aus dem Alentejo in Portugal zählt zu den Entdeckungen des Jahres 2013. ©www.risowine.com

Weißweine-Alentejo
Lächeln! Der RISO Branco ist der Shootingstar der Weißweine aus dem Alentejo

RISO Branco: der Shootingstar der Weißweine aus dem Alentejo

RISO bedeutet auf Portugiesisch „Lächeln“. Wer Miguel Sousa Otto kennt, weiß nur zu gut, wie passend dieser Name für seine Weine ist. Miguel betont dabei jederzeit, dass es sich bei seinen RISO-Weinen um ein Projekt von ihm handelt, das er nur mit Unterstützung seiner Freunde und v. a. seiner Familie verwirklichen kann. RISO ist der Traum, den sich die Familie Otto zur Verwirklichung vornahm. Die Weine von Miguel Sousa Otto stammen aus dem südlichen Alentejo, wo die Familie Otto, selbst in Porto ansässig, 2006 ein verfallenes Landgut, die Herdade do Vau bei Beja, kaufte. Stilvoll und mit Raffinesse renovierten sie die Anlage und legten in unmittelbarer Nähe einige Hektar große Weinberge an.

RISO DE Sousa Otto & Friends, Weißwein, 2013

Der Vinho Regional Alentejano, RISO Branco, hat die internationale Weinwelt positiv überrascht und noch ein großes Potential für die Zukunft.©www.risowine.com

Der Vinho Regional Alentejano, RISO Branco, hat die internationale Weinwelt positiv überrascht und noch ein großes Potential für die Zukunft.©www.risowine.com

Expertise des Weißweins der Herdade do Vau, dem RISO Colheita Especial Branco aus dem Jahr 2013:

Weinliebhaber entdecken mit diesem Wein einen der Shootingstars der portugiesischen Weinlandschaft. Lediglich 5400 exklusive Flaschen des RISO Brancos wurden 2014 abgefüllt. Die Reben werden von handgeerntet. Die gesamte Familie Otto macht aus der Weinernte einem wahren Event. Freunde der Familie werden geladen und zum Erntefinale veranstaltet Miguel für Familie, Freunde und die Einwohner von Quintos eine große Erntefeier. Vielleicht animiert der Genuss eines Gläschens des RISO Brancos gerade deswegen zum Genießen und Teilen mit Freunden.

2014 wurden die RISO-Weine mit sechs Medaillen prämiert und dabei besonders das sehr gute Preisleistungsverhältnis hervorgehoben.
Der RISO Branco Weißwein zählt zu den wichtigsten Weinentdeckungen des Jahres 2013, sagt Portugals renommiertes Weinfachmagazin „Revista de Vinhos“.
Übrigens, alle RISO-Weine sind Quasi-BIO Weine. Die Zertifizierung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Auf der Herdade do Vau setzt man seit jeher auf die Weinproduktion ohne künstliche, mineralische Dünger und verzichtet auf den Einsatz von chemischen Herbiziden und Fungiziden. Das trockene Sommerklima des Alentejo bietet ideale Bedingungen für den Bioweinbau und durch das moderne Bewässerungssystem der Herdade do Vau gelangt Wasser in idealen Dosen zu den Weinstöcken, ohne dabei verschwendet zu werden.

Feinste Blumennoten und lebendige Säure

Der RISO Branco erscheint in einer strahlend, zitronengelben Robe. Das ganz leichte Perlen des Weißweins unterstreicht seine Frische. Der Weißwein besitzt eine ausgeglichene und doch lebendige Säure, eine Säure, die jederzeit präsent ist, doch niemals stört und bis zum letzten Schluck belebend wirkt.

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© Miriam Eckert

Beja-Portugal
Reisedepeschen und Poesie aus Beja

Beja war eine wichtige Metropole der Römer und Mauren im Alentejo. Später verlor sie ihre Bedeutung. Genau diese Zurückgezogenheit das macht den Charme der Stadt aus. Berühmte portugiesische Künstler wie Jorge Vieira ließen sich in der Nähe nieder und auch der Literaturnobelpreisträger José Saramago kam bei seiner „Portugiesischen Reise“ durch Beja.

Reisebericht aus Beja von José Saramago

Bei seinem Rundgang durch Beja schrieb José Saramago:

„Dass aus Pax Julia Beja wurde, nachdem es den Mauren als Zungenbrecher gedient hatte, verwundert nicht.“

Nach Saramago mus man die Geschichte der Stadt suchen in der Altstadt, die auf den ersten Blick wie eine beliebige Häuseransammlung mit wenig oder gar keiner Geschichte erscheine. Vielleicht ist dies auch der Grund, dass Beja unter den Portugiesen nicht so populär ist. Mehr zu diesem Phänomen in dem Artikel: „Im Herzen des Alentejo: Ein Rundgang in Beja„.

Auch den Bergfried des Castelo bewundert Saramago:

„Doch vor dem Bergfried muss der Reisende sich verbeugen. Wenn er den in Estremoz bewundert hat, so muss er diesen preisen. Sie sind enander ähnlich, doch dieser ist gewaltiger und imposanter als der ersten und auch alle anderen. Von den Innnenräumen, allesamt mit Gewölbe, würde der Reisende, wenn der könnte, den mittleren mit dem maurisch inspirierten Sterngewölbe mitnehmen.“

Für Saramago sind natürlich auch die „Portugiesischen Liebesbriefe“ interessant, die zu den schönsten der Welt gehören sollen. Angeblich geschrieben von einer Nonne im Kloster da Conceição in Beja. Bei einem Rundgang schreibt er über sie: „An diesem Ort ist Mariana Alcoforado vor Liebessehnen seufzend gewandelt. Recht hatte sie, niemand sollte eine Fraun in die vier Wände eines Klosters sperren und erwarten, dass sie widerspruchslos dahinwelkt.“ Und über die Briefe selbst, bei denen er Zweifel hat, dass sie tatsächlich von portugiesischer Hand und in einem Kloster geschrieben worden sind:

„Sie sind von so einer feinsinnigen Sprachgewandtheit, wie sie kaum einem aus diesem Ödland gebürtigen jungen Mädchen zur Verfügung stand, selbst wenn ihre Familie mit materiellen und geistigen Gütern ausgestattet war.“

Poesie aus Beja über Beja

Der portugiesische Dichter Mário Beirão (1890-1965) hat dem Castelo von Beja, seiner Heimatstadt, diese Verse mit dem Titel „Castelo de Beja“ gewidmet:

Castelo de Bejo

No plaino sem fim;

Já morto que eu seja,

Lembra-te de mim!

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Das Castelo in Beja wurde im 13. Jahrhundert von dem König Dom Dinis erbaut.© Miriam Eckert

Beja-Portugal
Romantik im Alentejo: Ein Rundgang in Beja

Es ist ein Phänomen. Warum wird eine solche Stadt so unterschätzt? Warum verneinen Menschen, die dort geboren und aufgewachsen sind ihre Herkunft? Warum sagen sie die Stadt im portugiesischen Alentejo sei keine Reise wert und warum reden alle von Évora?

Beja – die unterschätzte kleine Schwester von Évora

Die Rede ist von Beja, einer Stadt im Alentejo, im Südosten von Portugal. Rund 24.000 Menschen leben in der Stadt, deren Wurzeln bis in die keltiberische Zeit zurückreichen. Das den Portugiesen aus Beja ihre Stadt nicht so recht sympathisch zu sein scheint, hat mich neugierig gemacht und ich habe „Pax Julia“ einen Besuch abgestattet. „Pax Julia“ nannten die Römer die Siedlung mit der großen Burg hoch über der flachen Ebene des Alentejo mit seinen goldenen Getreidefeldern. Später wurde sie in Paca, Baca und Baju umgetauft, bevor sie sich Beja nennen durfte.

Die Altstadt ist ein Labyrinth aus kleinen Gassen und kleinen Steinhäusern, die sich überraschend zu großen Plätzen hin öffnen. Aus dem Ensemble sticht das Castelo aus dem 13. Jahrhundert mit seinem gut erhaltenen Bergfried hoch heraus. Bei einem Rundgang auf den Wehrmauern und der Blick von dem 42 Meter hohen Turm „Torre de Menagem“ liegt uns die Stadt zu Füßen. Auf dem Praça da República thront ein schlichter Pelourinho, dahinter die Kirche Igreja de Misericórdia mit ihrem italienischem Renaissance-Portal.

Liebesbriefe aus Beja

Das Franziskanerkloster „Convento da Nossa Senhora da Conceição“ wurde 1459 gegründet und hatte eine weltberühmte Bewohnerin. Die Nonne Mariana Alcoforado war in den französischen Offizier Camilly verliebt, der im 17. Jahrhundert in Beja stationiert gewesen war. Nach seiner Abreise nach Frankreich schrieb ihm die Nonne Liebesbriefe, die bis heute zu den schönsten der Literaturgeschichte gehören. 1669 erschienen sie auf Französisch, dann auf Englisch. Allerdings wurden die Originale nie gefunden. Stattdessen kann man das Museu Regional in dem Kloster besuchen und sich die Artefaken der Vergangenheit ansehen. Ein schöner Rundgang. Warum Beja die schöne Unbekannte neben Évora ist, wurde uns bei dem Besuch nicht klar. Ganz im Gegenteil: Beja lohnt einen Besuch, um das ruhige portugiesische Leben kennenzulernen.

Hier gibt es mehr Tipps zu Museen, Restaurants und den Weinen im Alentejo:

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Angola-Theater
Miguel K. quer Justiça – Theaterpremiere in Angola

Das Theaterstück "Miguel quer Justiça" basiert auf der Novelle "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist. Das Stück feiert im Juli Premiere in Luanda, der Hauptstadt von Angola. © Neumann

Das Theaterstück „Miguel quer Justiça“ basiert auf der Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist. Das Stück feiert im Juli Premiere in Luanda, der Hauptstadt von Angola. © Neumann

Theater und die Länder im portugiesischen Afrika – das ist die Welt von Jens Vilela Neumann. Der deutsche Theaterregisseur aus Berlin arbeitet mit den unterschiedlichsten Darstellern in den verschiedensten Ländern und Kontexten. In Mosambik führte er u. a. mit professionellen Schauspielern in portugiesischer Sprache die Stücke „Rui o Rei da Rua“, „A Visita da Velha Senhora“ und „Identidade de um romance danado“ auf.

Theaterpremiere in Angola: Derzeit arbeitet Neumann in Angola mit dem angolanischen Autor José Eduardo Agualusa zuammen. Das Theaterstück „Miguel K. quer Justiça“ (Miguel K. möchte Gerechtigkeit) basiert auf der Novelle von „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist.

Post aus Angola:

Neumann: „ganz herzliche Grüße aus Angola – für mich ein neues Land, neue Leute und ein kleines aber sehr lebendiges, alternatives Theater haben mich für 4 Wochen voll in beschlag genommen und den Afrikaner in mir wieder auferstehen lassen. Am Donnerstag ist die Premiere von „Miguel K. quer Justica“ einer Adaption von Kleist Novelle „Michael Kohlhaas“  durch den angolanischen Schriftsteller J.E. Agualusa! Die Proben haben eine Menge Spaß gemacht, wie schon in Mosambik gibt es hier sehr viel Talent und auch Professionalität in den Künsten.

Die Thematik des Stückes: Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit, Selbstjustiz und Korruption sind hier ein heißes Eisen (hier herrscht ein stark autoritäres Präsidialsystem) und es gabt zahlreiche Diskussionen, Auseinandersetzungen … hier ist die Stimmung doch einiges explosiver als in Mosambik – die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind einfach noch extremer in diesem Land voller Öl und Diamanten und einem blutigen Bürgerkrieg der erst 2002 endete.

Neben den Proben war vorallem die Tage besonders schön, in denen wir die Stadt verlassen haben um für des Theaterstück 7 Kurzfilme zu drehen – so konnte ich noch mehr von Land und Leuten erleben – was ich ja so sehr liebe! Es gibt kaum Tourismus hier (auch weil Luanda zu den teuersten Städten der Welt gehört) und das Land ist voller Natur Attraktionen von denen niemand weiß (was ja vielleicht auch gut ist). Donnerstag ist dann Premiere und dicke Party, Freitag vorerst die letzte Show, dann die Heimreise. Um grande abraço – aus Angola!“ Mehr Informationen zu Jens Vilela Neumann gibt es hier.

Der Trailer zum Stück:

WM-Proteste-Brasilien
Tatubola WM-Serie: Alles wie erwartet

Das Schicksal des Studenten Murilo Magalhães aus São Paulo beschäftigt die Brasilianer schreibt Maria Regina Tuti an Tatubola. © Screenshot/Youtube http://www.youtube.com/watch?v=EUutmUF8zc4

Das Schicksal des Studenten Murilo Magalhães aus São Paulo beschäftigt die Brasilianer schreibt Maria Regina Tuti an Tatubola. © Screenshot/Youtube http://www.youtube.com/watch?v=EUutmUF8zc4

„Nach dem Wirrwarr um die WM in Brasilien wird es zu den Olympischen Spielen 2016 bestimmt nicht besser.“

Gustavo Esteves Lopes, Historiker, São Paulo:

Tudo como o Previsto

“Corrupção, exclusão social, acidentes de trabalho, difamação, protestos, violência generalizada, e mortes, já estavam previstos nas entrelinhas do contrato assinado entre todas as partes envolvidas. Ledo engano acreditar que ninguém quis ou quer ler tanto aquilo que estava escrito no contrato (social, aliás), como também aquilo que não estava. Ainda assim, é inegável que em meio a todo este rebuliço, há espaço, tempo e circunstância para que brasileiros, e muita gente espalhada ao redor do mundo, sejam contagiados pelos mais sinceros e graciosos sentimentos inatos aos seres humanos, “civilizados ou não”, como alegria, serenidade e fraternidade, de modo a contemplar, com toda a certeza, o que já era esperado de um mega-evento esportivo. Em suma, e com franqueza, é sabido que vem ocorrendo “tudo como o previsto”.“

Die Übersetzung: Korruption, soziale Ausgrenzung, Arbeitsunfälle, Diffamierung, Proteste, Gewalt und Tote: zwischen den Zeilen des Vertrags war all dies von allen beteiligten Parteien schon vorgesehen. (…) Immerhin ist es unbestreitbar, dass es mitten in diesem Wirrwarr noch Raum, Zeit und Gelegenheit dafür gibt, dass die Brasilianer und viele Menschen auf der ganzen Welt sich freuen und feiern – mit Freude, Ruhe und Brüderlichkeit, was ja auch erwartet werden kann bei so einem Megasportevent. Offen gesagt, ist es alles so passiert, wie es vorherzusehen war.

TATUBOLA WM-SERIE: “WM PROTESTE BRASILIEN”

Auf dem Blog Tatubola kommen die Brasilianer selbst zu Wort. Sie berichten darüber, wie sie die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erleben – positiv oder negativ. Aus dem ganzen Land schreiben sie Tatubola kurze Statements und geben Tipps für interessante Links, um sich auf Blogs und in Magazinen über die WM Proteste in Brasilien zu informieren.

Tatubola hat nachgefragt:
In Deutschland herrscht Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch was denken die Brasilianer selbst über die WM in ihrem Land? Welche Erfahrungen haben sie während der Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis gemacht? Was bewegt ihre Familie, Freunde und Nachbarn, wenn es auf das Thema “Copa 2014″ zu sprechen kommt? Was gefällt ihnen und aus welchen Gründen kritisieren sie die FIFA, den Fußball-Hype oder ihre Regierung? In den nächsten Wochen werden wir auf Tatubola mehr darüber berichten, wie die Brasilianer selbst die WM sehen.

Der Brasilianer Gustavo Estevo Lopes lebt in São Paulo. 2014 wird der Historiker zwei Bücher veröffentlichen: über die Militärdiktatur (1964-1985) und die Geschichte seines Wohnorts, der Gemeinde Hortolândia-SP. Hier geht es zu seinem kompletten Artikel:

Alguém previu de imediato, quando da escolha do Brasil como país-sede da “Copa do Mundo Fifa 2014tm”, ocorrida em 2007, que haveria este rebuliço todo em torno da organização deste mega-evento esportivo, e que possivelmente ocorrerá o mesmo em relação aos “Jogos Olímpicos Rio 2016tm”? É certo que sim. Feito tradição que precede e perpassa a realização de um mega-evento, em qualquer lugar do mundo, contendas e recrudescimentos múltiplos – gerados entre sociedade civil, estado, patrocinadores e comitês organizadores – estabelecem-se como componentes essenciais próprios ao que é denominado “civilização”, em que cada parte se julga no direito e no dever de impor seus pensamentos e ações sobre outrem.

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WM-Proteste-Brasilien
Tatubola WM-Serie: Gute WM, schlechte WM

IZA ZILLA BLOG über die Weltmeisterschaft in Brasilien. ©screenshot

IZA ZILLA BLOG über die Weltmeisterschaft in Brasilien. ©screenshot

„Wenn die brasilianische Mannschaft auf den Platz kommt, ist jede Kritik an der WM vergessen. Dann will man nur noch, dass Brasilien gewinnt.“

Joyne Mery Schuhli, Curitiba, Zahnärztin, 55 Jahre

Por um lado…por outro lado

„Não sei se me fiz entender mas é como se o evento COPA cria-se um lapso na vida de todo o pais. (…) Portanto devido a todas as diferenças, tem os que de forma absoluta amam os jogos e outros nem tanto, tenho que confessar que quando nossa Seleção verde-amarela entra em campo …“

Die Übersetzung: Auf der einen Seite,…, auf der anderen Seite
„Ich weiß nicht, ob ich es klar zum Ausdruck bringen konnte, es ist so als ob die Weltmeisterschaft das ganze Land durcheinander bringt. (…) Aber trotz aller Unterschiede zwischen denen, die die Weltmeisterschaft lieben und den die der WM negativ gegenüber stehen, bin ich fest davon überzeugt, dass wenn die grün-gelbe Nationalmannschaft das Spielfeld betritt …“

TATUBOLA WM-SERIE: “WM PROTESTE BRASILIEN”

Auf dem Blog Tatubola kommen die Brasilianer selbst zu Wort. Sie berichten darüber, wie sie die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erleben – positiv oder negativ. Aus dem ganzen Land schreiben sie Tatubola kurze Statements und geben Tipps für interessante Links, um sich auf Blogs und in Magazinen über die WM Proteste in Brasilien zu informieren.

Tatubola hat nachgefragt:
In Deutschland herrscht Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch was denken die Brasilianer selbst über die WM in ihrem Land? Welche Erfahrungen haben sie während der Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis gemacht? Was bewegt ihre Familie, Freunde und Nachbarn, wenn es auf das Thema “Copa 2014″ zu sprechen kommt? Was gefällt ihnen und aus welchen Gründen kritisieren sie die FIFA, den Fußball-Hype oder ihre Regierung? In den nächsten Wochen werden wir auf Tatubola mehr darüber berichten, wie die Brasilianer selbst die WM sehen.

Der komplette Text von Joyne zur Fußball-WM in Brasilien:

Estamos vivendo a meses um transtorno de reformas do estádio chamado ARENA e também reforma da avenida das Torres aquela que liga o aeroporto de São José a Curitiba a avenida foi alargada. Toda transformada a cidade virou um canteiro de obras não só Curitiba mas todas as cidades que vão cediar os jogos. Isto tudo provocou várias revoltas da mídia pois o Brasil tem um tamanho continental e problemas que por sua vez também são grandes. Precisamos de saneamento básico, hospitais e escolas e vieram as críticas, uns a favor a copa e outros contra. Tem também o lado político, este ano outubro são nossas eleições para presidente e governadores e as obras dão oportunidade a superfaturamentos e dinheiro para eleições…

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Urlaub-Brasilien
Impressionen aus Salvador da Bahia

Der Blick von der Plattform des Elevador über den Hafen ist fantastisch. ©Miriam Eckert

Der Blick von der Plattform des Elevador über den Hafen ist fantastisch. ©Miriam Eckert

Salvador da Bahia

Hier gewinnt Deutschland gegen Portugal 4:0. Die Metropole im Nordosten Brasiliens lohnt aber auch außerhalb der WM eine Reise. Vom Elevador Lacerda bietet sich ein wunderbarer Blick über den Hafen und die Bahía de Todos os Santos. Wer dem Trubel in der Stadt entgehen möchte, kann am Kai ein Boot auf die Insel Itaparica nehmen. Sie liegt nur 13 Kilometer entfernt

Der Leuchtturm von Salvador da Bahia. ©Miriam Eckert

Der Leuchtturm von Salvador da Bahia. ©Miriam Eckert

Der Leuchtturm Farol da Barra liegt an der Südwestspitze der Stadt. Strände säumen ihn auf beiden Seiten und gegen den kleinen Hunger kann man sich einen Acarajé kaufen. Das traditionelle Gericht stammt aus Westafrika und besteht aus gemahlenen Augenbohnen, die vermischt mit Shrimps in Palmfett gebraten werden. Dazu gibt es scharfe Shrimpsoßen.

Street Art in den Straßen des Viertels Pelourinho. © Miriam Eckert

Street Art in den Straßen des Viertels Pelourinho. © Miriam Eckert

Es gibt viel Street Art in den Gassen der Altstadt Pelourinho von Salvador da Bahia. Mehr Street-Art Künstler aus Brasilien und ihr Projekt in Frankfurt könnt ihr euch bei diesem Post auf Tatubola anschauen.

Leckere gekühlte Kokosmilch gibt es in Bahia an jeder Straßenecke. ©Miriam Eckert

Leckere gekühlte Kokosmilch gibt es in Bahia an jeder Straßenecke. ©Miriam Eckert

Eine kühle Kokosnuss am Strand von Bahia ist ein Muss :) Von den unzähligen Stadtstränden, die man mit dem Bus an der Küstenstraße abfahren kann, ist der Guarajuba sehr schön. Er liegt im Osten an der Mündung des Rio Jacuipe.

Bunte Obst- und Gemüsestände. ©Miriam Eckert

Bunte Obst- und Gemüsestände. ©Miriam Eckert

Frisches Gemüse und Früchte im Überfluss gibt es auf dem Mercado Modelo und an den Ständen in den Seitenstraßen. Mangos, Maracuya, Trauben, Bananen, Abacaixi (Ananas), Granatäpfel …

Der Elevador von Salvador da Bahia.©Miriam Eckert

Der Elevador von Salvador da Bahia.©Miriam Eckert

Mehr Informationen zu Salvador da Bahia gibt es hier.

Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Hier findet die Copa da Cultura 2.0 während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien statt. ©HKW

WM-Brasilien
Copa da Cultura in Berlin

Copa da Cultura 2.0 zur WM in Brasilien

Im Haus der Kulturen der Welt in Berlin bestimmt vom 12. Juni bis zum Finalspiel am 13. Juli die Copa da Cultura 2.0 zur Fußball-Weltmeisterschaft das Programm. Die Spiele werden auf einer Großleinwand mit über 1000 wetterfesten Sitzplätzen übertragen. Expertengespräche und Diskussionen über die Fußball-Weltmeisterschaft ergänzen das Programm. Besonders interessant ist das Thema: „Die WM für wen?“ mit einer Liveschaltung aus Rio de Janeiro am Dienstag, den 17. Juni, um 20 Uhr. Kulturelle Highlights sind die Konzerte mit brasilianischen Künstlern, die noch bis zum WM-Finale stattfinden werden.

Konzerte, die man nicht verpassen sollte:

20. Juni: Monica Besser

28. Juni: Fumaça Preta

29. Juni: Napalma

4. Juli: Emicida

5. Juli: Tulipa Ruiz

7. Juli: Sergio Mendes 

8. Juli: DJ Marcus Liesenfeld und Ed Motta

9. Juli: Graveola e o lixo polifônico

12. Juli: Da Lata

13. Juli: Rainhas do Norte und DJ Grace Kelly

Sergio Mendes und „Mas Que Nada“

Der Musiker Sergio Mendes feierte seinen internationalen Durchbruch im Jahr 1966 mit „Mas que nada“ – einer Version von Ben Jorge. Sergio Mendes wurde 1941 im Bundesstaat Rio de Janeiro geboren. In seiner Heimatstadt Niterói wurde er am Konversatorium als klassischer Pianist ausgebildet.  Aktuell ist Mendes auf Deutschland-Tour und wird am Montag, 7. Juli, bei der Copa da Cultura 2.0 in Berlin austreten.

Zum vollständigen Programm geht es hier…

Urlaub-Portugal
Portugal: Zitate auf Reisen

„Europa weiß wohl, wo Portugal liegt,
doch ich wage weiterhin zu bezweifeln,
dass dieses Europa weiß, was Portugal ist.“

José Saramago

 

Weitere „Zitate auf Reisen“:

Buch der Reiserouten

Die portugiesische Reise

WM-Proteste-Brasilien
Tatubola WM-Serie (3): Ein Brasilianer in Deutschland

Die WM in Brasilien gibt Anlass zur Diskussion über die Kosten des FIFA-Projekts, die sozialen Probleme im größten Land Lateinamerikas. Diese Diskussionen gehören aber nicht zusammen, meint Giley. ©Screenshot sueddeutsche.de

Die WM in Brasilien gibt Anlass zur Diskussion über die Kosten des FIFA-Projekts, die sozialen Probleme im größten Land Lateinamerikas. Diese Diskussionen gehören aber nicht zusammen, meint Giley. ©Screenshot sueddeutsche.de

„Mir gefällt nicht, wie die sozialen Probleme meines Landes zur Fußball-WM internationalisiert werden.“

Die Fußball WM aus der Sicht eines Brasilianers in Deutschland

Girley dos Santos Teixeira, 38 Jahre, Lehrbeauftragter für Portugiesisch in Passau

Wenige Tage vor dem Start der WM und dem Bombardement durch die Medien beschreibt der gebürtige Brasilianer Girley dos Santos Teixeira aus Passau in einigen Sätzen seine Ansichten zur Fußball-Weltmeisterschaft in seinem Heimatland für Tatubola:

„Menciono isso porque sim, adoro a ideia de ver a Copa ser realizada no Brasil, que por sua vez também é o país do futebol, porém não gosto nada de ver como estão internacionalizando os problemas sociais do meu país e tornando-os clichês tão superficiais quanto o samba, o carnaval, as mulheres seminuas e até mesmo o futebol.

Temos sim, um problema de infraestrutura, saúde e educação imenso, porém já estava claro que os mesmos não desapareceriam simplesmente implantando a realização de um Mundial de Futebol no país. São problemas sociais e políticos e que a meu ver devem ser tratados como tal, sem misturar a idealização de um evento esportivo (e aqui eu não estou ignorando o absurdo de caro que tal evento já custou e nem o quanto a Fifa está tirando proveito de tudo) com a idealização de um movimento de mobilização para a criação de um Brasil melhor para todos“

Die Übersetzung: „Der Gedanke, die Weltmeisterschaft in Brasilien zu organisieren, gefällt mir unglaublich gut. Brasilien ist schließlich auch eine Fußball-Nation. Trotzdem gefällt es mir nicht, wie die sozialen Probleme meines Landes internationalisiert und wie oberflächlich die Klischees wie Samba, Karneval, die halb nackten Frauen oder der Fußball behandelt werden.

Ja, wir haben immense Probleme mit der Infrastruktur, dem Gesundheits- und dem Bildungssystem. Jedoch war es klar, dass diese Probleme nicht plötzlich verschwinden, nur weil die Fußball-Weltmeisterschaft in unserem Land stattfindet. Es sind soziale und politische Probleme und diese sollten meiner Meinung nach auch wie solche behandelt werden. Man sollte die Idealisierung  des Sportereignisses nicht mit der Idealisierung einer Bewegung für die Erschaffung eines besseren Brasiliens vermischen. (Dabei ignoriere ich weder die absurd hohen Summen, die das Event gekostet hat noch den Profit, der dabei für die FIFA entstanden ist.).“

TATUBOLA WM-SERIE: “WM PROTESTE BRASILIEN”

Auf dem Blog Tatubola kommen die Brasilianer selbst zu Wort. Sie berichten darüber, wie sie die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erleben – positiv oder negativ. Aus dem ganzen Land schreiben sie Tatubola kurze Statements und geben Tipps für interessante Links, um sich auf Blogs und in Magazinen über die WM Proteste in Brasilien zu informieren.

Tatubola hat nachgefragt:
In Deutschland herrscht Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch was denken die Brasilianer selbst über die WM in ihrem Land? Welche Erfahrungen haben sie während der Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis gemacht? Was bewegt ihre Familie, Freunde und Nachbarn, wenn es auf das Thema “Copa 2014″ zu sprechen kommt? Was gefällt ihnen und aus welchen Gründen kritisieren sie die FIFA, den Fußball-Hype oder ihre Regierung? In den nächsten Wochen werden wir auf Tatubola mehr darüber berichten, wie die Brasilianer selbst die WM sehen.

Weitere Beiträge der Serie: Claudio Hampf aus Curitiba

Hier findet ihr den kompletten Text von Girley auf Portugiesisch:

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WM-Proteste-Brasilien
Tatubola WM-Serie (2): Gedanken aus Curitiba

Die Homepage von "Brasil de Fato" empfiehlt Claudio Hampf für die Tatubola WM-Serie. ©Screenshot Miriam Eckert

Die Homepage von „Brasil de Fato“ empfiehlt Claudio Hampf für die Tatubola WM-Serie. ©Screenshot Miriam Eckert

 

„Die Mehrheit der Brasilianer ist nicht gegen die WM, sondern gegen die Korruption bei der WM.“

Claudio Hampf, 63 Jahre, aus Curitiba, bildender Künstler

„A maioria da população não é contra a Copa, mas sim contra a corrupção que está havendo na construção dos estádios e pela aplicação de verbas públicas nestas obras. Nos faltam hospitais, médicos, remédios, saneamento básico, acessibilidade, segurança, escolas, livros, professores e tantas outras necessidades. A miséria e a concentração de renda nunca foi tão acentuada e evidente.“

Die Übersetzung: „Die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht gegen die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Aber die Mehrheit der Brasilianer ist gegen die Korruption, die beim Bau der Stadien kursiert. Die Mehrheit ist gegen die Verschwendung von öffentlichen Geldern für die Bauten der Weltmeisterschaft. Uns fehlt es an Krankenhäusern, Medikamenten, öffentlicher Abwasserversorgung, Einrichtungen für Behinderte, Sicherheit, Schulen, Schulbücher, Lehrer und an vielen mehr an Grundversorgung. Die Armut und die Konzentration der Einkommen war niemals deutlicher zu erkennen, als bei diesem Ereignis.“

Tatubola WM-Serie: „WM Proteste Brasilien“

Auf dem Blog Tatubola kommen die Brasilianer selbst zu Wort. Sie berichten darüber, wie sie die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erleben – positiv oder negativ. Aus dem ganzen Land schreiben sie Tatubola kurze Statements und geben Tipps für interessante Links, um sich auf Blogs und in Magazinen über die WM Proteste in Brasilien zu informieren.

Tatubola hat nachgefragt:
In Deutschland herrscht Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch was denken die Brasilianer selbst über die WM in ihrem Land? Welche Erfahrungen haben sie während der Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis gemacht? Was bewegt ihre Familie, Freunde und Nachbarn, wenn es auf das Thema “Copa 2014″ zu sprechen kommt? Was gefällt ihnen und aus welchen Gründen kritisieren sie die FIFA, den Fußball-Hype oder ihre Regierung? In den nächsten Wochen werden wir auf Tatubola mehr darüber berichten, wie die Brasilianer selbst die WM sehen.

Gedanken von Claudio Hampf aus Curitiba zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien:

Wer mehr von Claudio Hampf lesen möchte, findet hier seinen gesamten Text auf Portugiesisch:

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WM-Brasilien
„WM Proteste Brasilien“ – Tatubola-Serie

Im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro wird das Finale der WM 2014 stattfinden. Trotz der Vorfreude: viele Brasilianer werden erleichtert sein, wenn die Copa in ihrem Land vorbei ist. Tatubola hat einige Stimmen in der Serie "WM Proteste Brasilien" gesammlt. ©www.wm2014-infos.de

Im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro wird das Finale der WM 2014 stattfinden. Trotz der Vorfreude: viele Brasilianer werden erleichtert sein, wenn die Copa in ihrem Land vorbei ist. Tatubola hat einige Stimmen in der Serie „WM Proteste Brasilien“ gesammlt. ©www.wm2014-infos.de

 

„Kritische brasilianische Stimmen zur WM“

„WM Proteste Brasilien“ heißt die neue Serie auf dem Blog Tatubola. Hier kommen die Brasilianer selbst zu Wort. Sie leben u. a. in Curitiba, Rio de Janeiro, Juiz de Fora, São Paulo, Rio de Janeiro oder in Berlin. Jeden Tag sind sie seit einiger Zeit mit den Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis in ihrem Land konfrontiert. Es wird viel gebaut: WM-Stadien, Straßen, Hotels, Landebahnen. Von Manaus im Amazonas bis in den Süden in Porto Alegre dreht sich gerade viel um den Endspurt bis zum Eröffungsspiel.

Die wichtigsten Daten:

  1. Das Eröffnungsspiel der WM wird am 12. Juni in der Arena de São Paulo stattfinden (Ortzeit: 17 Uhr, Deutsche Zeit: 22 Uhr).
  2. Das WM-Finale wird im legendären Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro ausgetragen: am 17. Juli (Ortszeit: 16 Uhr, Deutsche Zeit: 21 Uhr).

WM Proteste Brasilien – Was denken die Brasilianer über die WM?

In Deutschland herrscht Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch was denken die Brasilianer selbst über die WM in ihrem Land? Welche Erfahrungen haben sie während der Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis gemacht? Was bewegt ihre Familie, Freunde und Nachbarn, wenn es auf das Thema „Copa 2014“ zu sprechen kommt? Was gefällt ihnen und aus welchen Gründen kritisieren sie die FIFA, den Fußball-Hype oder ihre Regierung?

Tatubola hat nachgefragt

Tatubola hat Brasilianer gebeten, uns kurze Statements zu schicken. Diese werden wir in den nächsten Wochen auf dem Blog Tatubola auf Portugiesisch und übersetzt auf Deutsch veröffentlichen. Aus dem ganzen Land verstreut haben wir Nachrichten erhalten – positive wie negative sowie viele Links zum Thema „WM Proteste Brasilien“. Die Meinungen über die Copa gehen weit auseinander. Neben dem Feedback von Brasilianern haben wir zudem auch Post von Brasilianern bekommen, die in Deutschland leben sowie von Deutschen, die gerade in Brasilien wohnen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für Eure Unterstützung!

Muito obrigado pelo apoio!

Aktuelle Links zu den Demonstrationen in Brasilien:

  1. Demonstration in São Paulo: Tausende Brasilianer protestieren gegen Fußball-WM
  2. Cacau unterstützt WM-Proteste
  3. Tausende demonstrieren gegen die WM

Gut-Gesagt
Zitate auf Reisen

„Wir gelangen stets an den Ort,
an dem man uns erwartet.“

Buch der Reiserouten

WM-Brasilien
Tatubola auf deutschen WM T-Shirts

Das ist das Tatubola T-Shirt für Mädchen zur WM in Brasilien. ©Miriam Eckert

Das ist das Tatubola T-Shirt für Mädchen zur WM in Brasilien. ©Miriam Eckert

Tatubola ist auf deutschen WM T-Shirts

Das Gürteltier hat es geschafft: Als Kindermotiv hat das Tatubola es auf die Mädchen T-Shirts für die Weltmeisterschaft in Brasilien geschafft. Auf pinkem Hintergrund kommt das farbenfrohe brasilianische WM-Maskottchen richtig gut zur Geltung. Als ich es heute in der dunklen U-Bahn in Berlin entdeckt habe, habe ich mich total gefreut. Ob es das T-Shirt mit Tatubola auch für Frauen gibt? Zu hoffen wär es, denn die schwarz-weißen Modelle finde ich ziemlich einfallslos. Umso schöner, dass Tatubola auf deutschen WM T-Shirts seinen Platz gefunden hat. Das T-Shirt gibt es u.a. bei Lidl.

Übrigens: Es sind nur nur 21 Tage bis zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, im Stadion von São Paulo. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, gibt es auch immer mehr Kritik. Am Mittwoch wurde das Testspiel für den 29. Mai abgesagt, weil es an dem Wochentag zu Störungen in der Stadt kommen könnte. In den nächsten Tagen wird Tatubola mehr über die Kritik von Brasilianern an der Weltmeisterschaft in ihrem Land berichten.

Glück hatte die Deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Auswahl der Spielorte. In Salvador, Fortaleza und Recife ist es im Vergleich zu São Paulo und Rio de Janeiro sommerlich warm. Hier verbringen auch die Brasilianer selbst gerne ihren Urlaub.
Eine Übersicht zu allen Spielorten gibt es hier:

Hier werden die Nationalmannschaften zur Fußball-WM in Brasilien gegeneinander antreten. ©brasilienportal.ch

Hier werden die Nationalmannschaften zur Fußball-WM in Brasilien gegeneinander antreten. ©brasilienportal.ch

An elf Orten in Óbidos werden bereits Bücher verkauft, wie hier im Mercado Biólogico. Bald eröffnet noch eine Bücher-Wein-Bar. © Miriam Eckert

Literatur-Portugal
Portugiesische Literatur in Óbidos entdecken

„Heute nehme ich einen Band José Saramago und ein Kilo frische Misteln“ – Im Mercado Biológico von Óbidos zerfließen die Grenzen zwischen Obst, Gemüse und Literatur. Hier liegen die Bücher in Orangenkisten und das Gemüse, liebevoll auf einem großen Tisch ausgebreitet, garniert den Lesegenuss.

Literatur trifft Obst und Gemüse

Bis hinauf zur Decke wurden die Obstkisten als Bücherregale an die Wände genagelt. Selbstgemalte Schilder in verschnörkelter Schreibschrift geben Auskunft über den Inhalt: Poesie, Theater, afrikanische Literatur, portugiesischer und brasilianischer Literatur, Chemie, Physik, Kinderbücher. In den Buchhandlungen in Óbidos wird jeder fündig und bekommt Appetit auf mehr …

Eine neue Kombi: Im Mercado Biológico in Óbidos werden Bücher aus Orangenkisten verkauft und dazwischen frisches, portugiesisches Biogemüse aus den Gärten der Umgebung. © Miriam Eckert

Óbidos: „Die Stadt der Königinnen“

Seit einem Jahr ist Óbidos die „Vila Literária“ – die Literaturstadt. Die mittelalterliche Kleinstadt Óbidos liegt im Zentrum von Portugal. Nur eine Stunde nördlich von Lissabon gelegen, hat der Ort mit seiner komplett erhaltenen und begehbaren Stadtmauer eine lange und große Geschichte: Gegründet im 5. Jahrhundert, wurde sie von den Mauren ab 711 neu befestigt. Nach der Reconquista, der christlichen Wiedereroberung, durch D. Afonso Henrique, erhielt sie 1150 Stadtrechte. Der König Alfons II, der dritte König von Portugal, schenkte Óbidos schließlich seiner Frau Urraca zur Hochzeit im Jahr 1208. Viele Könige danach wiederholten den Brauch, weshalb Óbidos auch „Vila das Raihnas“ – die „Stadt der Königinnen“ – genannt wird.

Die Literaturstadt Óbidos

Literatur in Óbidos zu einem Aushängeschild zu machen, ist das Ziel der Initiative „Ler devagar“ – „Lese Langsam“. Vor einem Jahr ist Buchladen Realität geworden. „Im Sommer haben wir den Buchladen in dieser Kirche eröffnet“, sagt Ana, die das Projekt seit Jahren aktiv begleitet. Sie zeigt vom Eingang der Kirche Igreja de São Tiago aus dem 12. Jahrhundert in den Innenraum: Regale und Bücher, wohin man sieht: auf den Bänken, um das Taufbecken, auf dem Altar, unter den Fresken in den Seitenschiffen. Ein schwäbisches Rentnerehepaar wendet sich erschüttert ab: „Das sieht ja fest installiert aus, das kann doch nicht wahr sein.“ Ist es aber: Die Kirche werde schon seit Jahren für die unterschiedlichsten weltlichen Veranstaltungen genutzt, erzählt Ana. „Wir wünschen uns, dass die Literatur einen neuen, großen Stellenwert in Óbidos bekommt, dass sie zur Hauptperson der Stadt wird.“

Im Mercado Biologico in Óbidos in Portugal gibt es Literatur aus Orangenkisten. © Miriam Eckert

Im Mercado Biologico in Óbidos in Portugal gibt es Literatur aus Orangenkisten. ©Miriam Eckert

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WM-Brasilien
Countdown zur WM in Brasilien

Neues Video zur WM in Brasilien

Rund vier Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien geht das brasilianische Fremdenverkehrsamt Embratur mit einer neuen internationalen Werbekampagne an den Start. Die Kampagne besteht aus zwei Videos: „Encontros“ („Begegnungen“) und „Baile“ („Tanz“). Beide präsentieren die Kultur und Gastlichkeit des WM-Gastgebers und welche Erfahrungen Touristen hier machen können. Die Kampagne wird in 113 Ländern ausgestrahlt und soll 1,3 Milliarden Menschen erreichen.  Continue Reading

Literatur-Portugal
Die portugiesische Reise

„Das Glück hat viele Gesichter.
Das Reisen ist wahrscheinlich eines davon.“

José Saramago

 

Lusophones-Berlin
Mit Tatubola Berlin entdecken

Auf den Geschmack gekommen: Mit Tatubola Berlin neu erleben

Tatubola ist nicht nur ein Reiseblog in die portugiesischsprachigen Länder, sondern entdeckt auch Berlin aus der Perspektive der Mosambikaner, Brasilianer, Portugiesen, Angolaner, Ost-Timesen, Kapverdier, São-Toméer und Guinea-Bissauer. Wer die portugiesischsprachige Kultur in Berlin erkunden möchte, kann sich hier über aktuelle Veranstaltungen informieren: Wer mit Tatubola Berlin entdeckt, bekommt Tipps zu Restaurants, Cafés, Ausstellungen, Lesungen, Konzerten … und lernt Berlin aus einer ganz neuen Perspektive kennen:

Paz D'Alma bietet Design und leckere Spezialitäten aus Portugal in Berlin an. @Paz D'Alma, Eckert

Mit Tatubola Berlin kennenlernen und Portugal probieren: Paz D’Alma bietet Design und leckere Spezialitäten aus Portugal in der Hauptstadt an. @Paz D’Alma, Eckert

Tatubola in Berlin Mitte

In der Linienstraße 121 in Berlin Mitte bietet Ana in Ihrem Laden Paz D’Alma Möbel und Einrichtungsgegenstände von Designern aus ihrem Heimatland Portugal an. Das Entdecken der schönen Accessoires versüßt sie ihren Besuchern mit nationalen Spezialitäten wie den Pastel de Nata und portugiesischem Kaffee. Aber auch Weine fehlen nicht in ihrem Sortiment. Besonders zu empfehlen ist der Lusitano. Doch dazu später mehr. Viel Spaß beim Entdecken der portugiesischen Läden, Restaurants und Cafés in Berlin mit Tatubola!

Portugiesisch
Lustige portugiesische Wörter im Reisegepäck

Das Portugiesisch in Mosambik hat sich mit den lokalen Sprachen und englischen Begriffen vermischt. ©Eckert

Jedes Land hat sein spezifisches Vokabular. Das Portugiesisch in Mosambik oder Brasilien unterscheidet sich von der gesprochenen Sprache in Portugal. Diese Unterschiede machen den Charme von Portugiesisch aus. Oft lernt man schon an den ersten Tagen lustige, neue portugiesische Wörter kennen und vergisst sie nie mehr. Auf meinen letzten Reisen habe ich einige Wörter und Ausdrücke gesammelt. Dies ist nur eine kleine Auswahl. Gerne könnt ihr mir eure Lieblingswörter schicken. Die Liste wird ständig erweitert :)

Valeu!

Combinado!

Maningue nice! – Sehr cool! – Mosambik

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Lusophone-Welt
Hier spricht man Portugiesisch!

In neun Ländern dieser Welt ist die offizielle Amtssprache Portugiesisch. Dass in Brasilien und Portugal Portugiesisch gesprochen wird, ist gut bekannt. Bei den Ländern Ost-Timor, Angola, Mosambik und Sao Tomé e Principe ist dieses Wissen viel weniger verbreitet. Vor meinen Reisen nach Mosambik wurde ich oft gefragt, ob man dort Französisch spreche, das Wort „Mosambik“ klinge so. Mit diesem Blog möchte ich nicht nur über die portugiesischsprachigen Länder informieren, sondern auch Lust darauf machen, diese zu besuchen – am besten mit Tipps von Tatubola im Gepäck. Viel Spaß beim Lesen der Artikel! Continue Reading

Brasilien-Berlin
Brasilianische Filmfestivals in Berlin

Immer mehr junge und unabhängige Filmemacher kommen in Brasilien auf den Markt. Ermöglicht wird dies durch die Filmförderung für Mittel- und Lowbudget-Produktionen. In Brasilien werden jedes Jahr mehr Filme produziert. Doch nur selten erreichen sie das deutsche Publikum. Das Jahr der Fußball-WM in dem größten südamerikanischen Land schafft der brasilianischen Kultur in Deutschland nun eine neue Plattform und ein größeres Publikum – die brasilianischen Filmfestivals sind angekommen.

Im März sind diese Produktionen zu sehen:
– Anfang März lief das Spielfilmdebüt „A Floresta De Jonathas“ von dem Regisseur Sérgio Andrade an.
– Das Cinebrasil gastiert mit acht Filmen im Kino Babylon am Rosa Luxemburg Platz, vom 14. März bis 19. März.
– Vom 27. März bis 2. April wird die Filmreihe „Nunca Mais“ im Eiszeit Kino in Berlin gezeigt, auf Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

@miriameckert

In „A Floresta De Jonathas“ zeigt der Regisseur dem Publikum seine Heimat, den Amazonas. Mit Technikern, Laienschauspielern und Kameramännern aus der Manaus hat er eine magisch-poetische Filmsprache entwickelt. Eine Beschreibung und kurze Kritik des Films findet Ihr hier.

Cinebrasil zeigt acht Filme in 19 deutschen Städten. Aktuell ist das Festival in Berlin zu sehen.

Cinebrasil zeigt acht Filme in 19 deutschen Städten. Aktuell ist das Festival in Berlin zu sehen.

Das 9. Festival Cinebrasil zeigt mit Dokumentar- und Spielfilmen unterschiedlichste brasilianische Regionen und Lebensweisen. Themen der acht Filme sind u. a. Trauer, Rassismus, Leben mit Down-Syndrom und Magie. Eine Besonderheit des diesjährigen Festivals, das in 19 deutschen Städten gastiert, sind die drei deutsch-brasilianischen Koproduktionen – „Girimunho“, „Trampolin Do Forte“ und der Dokumentarfilm „Ich Bin Louisa Jules“. „Die brasilianische Produktionsfirma Conspiração Filmes (Produzent von „Era Uma Vez“) hat jetzt auch ein Büro in Hamburg und die Berliner Firma Cinemanegro ist Verleiher von „Noites De Reis“ und Produzent von „Ich Bin Louisa Jules““, erzählt der Festivaldirektor Sidney Martins über die verstärkte Zusammenarbeit von Brasilien und Deutschland. Die Filme für Cinebrasil würden aufgrund der positiven Kritiken ausgewählt. Wichtig sei besonders, dass sie nicht den stereotypen europäischen Erwartungen bezüglich Brasilien entsprächen, so Martins. Informationen zu den acht Filmen gibt es hier.

"Der.

„A Memória Que Me Contam“ wird bei der Filmreihe Nunca Mais gezeigt:

Uma „Professora Muito Maluquinha“ läuft auf dem Festival Cinebrasil:

WM-Brasilien
Ansturm auf die WM in Brasilien

Die Reisestimmung der deutschen Fußballfans zur WM ist bestens. Die deutschen Sportreiseveranstalter gehen von einem Ansturm auf die brasilianischen Stadien in diesem Sommer aus. Es wird spannend – wer fliegt zur WM in Brasilien und wer kann es sich überhaupt erlauben. Die Flugpreise sind enorm angestiegen ebenso wie die Kosten für Unterkünfte.

@miriameckert

Wolfgang Vieten, Geschäftsführer vom Düsseldorfer Sportreiseveranstaler Vietentours, sagte auf der ITB: „Die Nachfrage steigt derzeit wieder an und ist bereits jetzt schon viel höher als zur WM in Südafrika. Viele der Kunden haben nur auf die Ticketbestätigung gewartet und buchen jetzt die passenden Pakete.“

WM in Brasilien

Das deutsche Nationalteam wird in den drei Küstenstädten Salvador, Fortaleza und Recife spielen – das sind attraktive Reiseziele für die Fußballfans – auch im brasilianischen Winter. „Die Flugsituation wird jedoch nicht besser, sodass wir allen Interessenten raten, jetzt zu buchen“, so Vieten. In dem Paket ab 5950 Euro sind Direktflüge ab/bis Düsseldorf als Charter enthalten. Abgerundet durch Partys, Interviews mit Experten wie Reiner Calmund, Mirko Slomka oder Dieter Nuhr und Ausflügen rund um die Austragungsorte.

Hier geht es zu einer WM in Brasilien